In diesem Projekt meiner alten Schule war ich die Referentin des Wirtschaftsminister. Ich arbeitete mit den Schülerfirmen zusammen organisierte Kurse und vertrat mit der Referentin des Außenminister die Schule bei öffentlichen Veranstaltungen, vom vorteil bei diesen Veranstaltungen war auch das ich zusätzlich in der AG Vidio vertretten war so konnte ich alles Dokumentieren (Filmen).

Hier erkläre ich kurz was es mit der Polis auf sich hat:

Die Idee der Polis                                                                        

Schon die Griechen im antiken Athen haben es uns vorgemacht: Sie erfanden die Demokratie. Und sie lebten in einer Polis – einem Stadtstaat. Die Polis umfasste das gesamte öffentliche Leben eines kleinen Territoriums. Die Entstehung der Polis wurde begünstigt durch das Aufkommen des Gewerbes und die wachsende Bedeutung des Handels, sowie die Intensivierung des politischen Lebens. Kennzeichnend war das Streben nach einer demokratischen Verfassung, weitgehender wirtschaftlicher Selbständigkeit und der Teilnahme des Bürgers an Gesetzgebung, Rechtsprechung und Verwaltung.War dieses Prinzip auch auf unsere Schule übertragbar? Unser kleines Territorium Schule -- ein Stadtstaat? Wir gründeten eine Polis!In ihr handeln wir nach demokratischen Prinzipien, werden unserem Bildungsauftrag in einem umfassenden Maße gerecht. Viele Aktivitäten und Schwerpunkte praktischen Lernens bekommen einen Rahmen und stehen nicht mehr als Einzelaktion im Raum. In der Demokratie mitwirken, sie mitgestalten! Soziale Verantwortung übernehmen! Wirtschaftliches Handeln erproben! Recht sprechen! Lernen!  Wir wollen in der Schule nicht nur für das Leben lernen und lehren! Die Schule ist für uns das Leben! 

Die Regierung in der Polis

Die Polis im antiken Griechenland kannte schon Formen der Gewaltenteilung. Aristoteles forderte: „Es gibt in jeder Verfassung drei Teile, bei denen der tüchtige Gesetzgeber jeweils das Zuträgliche zu prüfen hat... Von diesen dreien ist das eine die über die öffentlichen Dinge beratende Instanz, das zweite die Beamten (...), das dritte die Rechtsprechung." Was bei Aristoteles als `die Beamten´ bezeichnet wurde, nennen wir die `Ausführende Gewalt´, sprich `die Schulregierung´. Die Schulregierung ist in unserer Verfassung (Art. 17) verankert. Die Schulregierung wird durch die Jahrgangsstufenkonferenz repräsentiert. Ihre Mitglieder sind der Schulleiter, die fünf Jahrgangsstufensprecher der Schüler, die fünf Jahrgangsstufensprecher der Lehrer und drei Vertreter des Elternbeirates. Außerdem gehören derzeit fünf Referenten der Schulregierung an:

Schlichtung
Rechtspflege und Justiz
Wirtschaft (Schülerfirmen)
Finanzen
Öffentlichkeitsarbeit (Presse, Internetauftritt)

Die Jahrgangsstufenkonferenz tagt in der Regel einmal im Monat und bespricht aktuelle Probleme, plant Vorhaben und entwickelt Ideen. Daraus entstehen Aufgaben für die einzelnen Jahrgangsstufenteams. Verfassung! Richter! Regierung... Erst durch die Arbeit an der Umsetzung der Verfassung wurde uns klar, dass man viel am eingefahrenen Schulleben verändern kann, wenn man alle Gruppen beteiligt. Schüler werden selbstbewusster und übernehmen Verantwortung, Eltern engagieren sich in vielen Bereichen und Lehrer erleben ihre Schüler in einer ungewohnten Rolle. Durch die Beteiligung von Schüler, Eltern und Lehrern an der „Schulregierung“ werden Entscheidungen verständlicher, transparenter und deshalb von allen getragen. Das Gemeinschaftsgefühl wird dadurch entschieden gestärkt.